Kalibrierung der Querx Sensoren

Blog: Kalibrierung der Querx Sensoren | egnite Smart Sensors

Bei einer Kalibrierung wird die Abweichung des Messwertes, den der Querx Netzwerksensor liefert, mit einer besonders präzisen Messeinrichtung verglichen. Eine Justierung ist dabei nicht vorgesehen.

DAkkS-Kalibrierung

egnite bietet die Querx Netzwerksensoren optional mit DAkkS-Kalibrierung an. Ob Sie diese benötigen, hängt vom Anwendungsfall ab.

Zum einen bietet eine Kalibrierung die Sicherheit, dass der von Querx angezeigte Wert tatsächlich so nahe an der Realität liegt, wie Sie es fordern und wie es das Datenblatt verspricht. Hier wäre es natürlich auch ausreichend, die von Querx angezeigte Temperatur von Zeit zu Zeit mit einem Referenzgerät zu vergleichen. Oder, noch einfacher, sie tauchen einen angeschlossenen wasserdichten Kabelfühler einmal in Eiswasser und dann in kochendes Wasser. Werden dabei etwa 0,0 °C bzw. 100,0 °C angezeigt, mag Ihnen das genügen. Es spricht nichts dagegen.
(Diese Methode funktioniert allerdings nur bei den Querx PT Varianten. Bitte probieren Sie es nicht mit Querx TH oder THP Varianten aus, ihre integrierten Sensoren sind nicht zum Eintauchen in Flüssigkeiten geeignet.)

Wenn Sie allerdings eine Nachweispflicht haben, dass bestimmte Temperaturbereiche eingehalten wurden, z.B. bei der Lagerung von Gefriergut oder Medikamenten, sieht die Welt anders aus. Der Gesetzgeber, Ihr Kunde oder Ihre interne Qualitätssicherung verlangen, dass Sie eine rückführbare Kalibrierung durchgeführt haben.

Rückführbar bedeutet hier: Rückführbarkeit auf ein Normal einer staatlichen Einrichtung. Ein Kalibrierlabor vergleicht die Messergebnisse seiner Messgeräte mit den durch die Normale dargestellten Werte und dokumentiert die Abweichungen. Die Messergebnisse der Querx Netzwerksensoren werden wiederum mit den Werten der Geräte dieses Kalibrierlabors verglichen und die Abweichungen abermals dokumentiert. So ist sichergestellt, dass die Abweichungen von Querx tatsächlich auf einen staatlich festgelegten Standard rückführbar sind.

Andere Hersteller und Labore bieten häufig eine preiswertere ISO-Kalibrierung an. Dabei werden Normale verwendet, die einer regelmäßigen Prüfmittelüberwachung unterliegen. Eine Rückführbarkeit auf nationale Normale, wie bei der DAkkS-Kalibrierung ist dabei nicht gegeben. In vielen Fällen ist eine ISO-Kalibrierung aber ausreichend.

egnite bietet nur die DAkkS-Kalibrierung durch ein akkreditiertes Labor an. Sie können aber problemlos einen Querx Netzwerksensor erwerben und an ein Labor in Ihrer Nähe zur Kalibrierung übergeben.

Kalibrierpunkte

Bei welchen Temperaturen die Abweichungen ermittelt werden, hängt von der Anwendung ab. Wenn Querx dafür eingesetzt wird, die Überschreitung der Temperatur eines Gefrierschranks bei -18 °C zu melden, wird man sinnvollerweise auch die Kalibrierung bei dieser Temperatur durchführen. In der Regel darf dieser Grenzwert aber für einen festgelegten Zeitraum überschritten werden, ohne dass das Gefriergut darunter leidet. Um sicher zu sein, dass Querx auch höhere Temperaturen mit ausreichender Genauigkeit misst, wird die Kalibrierung z.B. bei +20 °C wiederholt. Für Werte zwischen -18 °C und +20 °C wird dann die Genauigkeit in den meisten Fällen ausreichen. Insbesondere Pt100- und Pt1000-Sensoren sind über einen weiten Bereich sehr linear. Bei größeren Bereichen oder höheren Anforderungen an die Genauigkeit kann es allerdings notwendig werden, die Kalibrierung um einen weiteren Kalibrierpunkt in der Mitte des Bereichs zu ergänzen. In unserem Beispiel wäre das eine weitere Kalibrierung bei +1 °C.

Bestellen Sie ein Querx mit Kalibrierung, müssen Sie die Anzahl der Kalibrierpunkte und deren Werte angeben.

Kalibrierung von Messgerät und Sensor

Im Gegensatz zu den Querx TH und THP Varianten, wo Messelektronik und Sensor eine feste Einheit bilden, sind Sensor und Messelektronik bei den Querx PT Varianten zwei unabhängige Komponenten. Beide tragen zur Messgenauigkeit oder zum Messfehler bei. Daher empfiehlt es sich, immer beide Komponenten zusammen zu kalibrieren. Grundsätzlich besteht aber auch die Möglichkeit, insbesondere bei der DAkkS-Kalibrierung, Querx PT bzw. Querx WLAN PT und die dazu ausgewählten Temperatursensoren getrennt zu kalibrieren.

Kalibrierintervalle

Häufig stellt sich die Frage, nach welcher Zeit die Kalibrierung wiederholt werden sollte. Dies hängt in erster Linie von der Langzeitstabilität der Messelektronik und des Sensors ab, was wiederum vom Einsatz abhängt. Häufige Wechsel zwischen hohen und tiefen Temperaturen bzw. zwischen hoher und niedriger Luftfeuchtigkeit führen zu Veränderungen im Material. Dauerhafter Einsatz bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit kann ebenfalls die Langzeitstabilität beeinträchtigen. Zudem kann festgestellt werden, dass bestimmte Materialveränderungen mit zunehmendem Alter abnehmen.

Im Grunde bedeutet dies, dass das Kalibrierungsintervall vom Benutzer selbst festgelegt werden muss. egnite empfiehlt, die zweite Kalibrierung nach einem Jahr zu wiederholen. Zeigen sich dabei keine nennenswerten Abweichungen, sollte das Intervall bei gleichbleibenden Einsatzbedingungen auf 2 oder 3 Jahre verlängert werden.

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